Montag, 08.02.2010
Hören statt Lesen
Okay, der Titel ist ein bisschen gemein, lehnt er sich doch an "Sehen statt Hören", die Fernsehserie von, für und mit gehörlosen wie hörgeschädigten Menschen an. Passt aber. Einerseits geht's in meinem Beitrag zu Hängen im Schacht nun mal auch um Gehörlosigkeit & Gebärdensprache, andererseits hab ich grad überhaupt keine Zeit, Blogglesefutter herzustellen und muss deshalb auf mein Asphaltgeflüster im Reviercast verweisen ...


Samstag, 06.02.2010
Bettlektüre
Die Welt hat sich gegen mich und mein armes Blogg verschworen. Wenn ich nicht grad tief abgetaucht bin in die Achtziger Jahre, in denen mein nächster Roman spielen wird, schreib ich Angebote und Kostenvoranschläge für Lektorate und dergleichen mehr. Mitten rein platzte vorgestern schon ein brandneues Buch: Sterbenslust heißt die Anthologie mit erotischen Krimis, unter denen sich auch einer aus meiner Feder befindet. Wobei - Feder ist ein gutes Stichwort: Heute früh wollte ich vor dem Aufstehen nur kurz in dem Band blättern ...

Donnerstag, 04.02.2010
Mehr Ratte fürs Ohr
Lesung auf der Krimi-Couch verpasst? Dafür vom "Tatort NRW" Lust bekommen, mehr von Ratte & Charlie zu hören, aber keinen Nerv bis zum nächsten Lesungstermin zu warten? Kein Problem. Im Reviercast gibt's Romanausschnitte aus der Januarlesung satt. Und hier geht's los mit Rattes Gift ...
Montag, 01.02.2010
Rattes Gift für die Ohren
"Ein Krimi, der in Ostfriesland spielt geschrieben von einer Autorin, die aus dem Rheinland kommt und seit 20 Jahren in Essen lebt. So gesehen kommt "Tatort NRW" etwas ungewöhnlich daher. [...] "Rattes Gift" heißt der neue Kriminalroman von Mischa Bach, der im Drogenmilieu spielt und mindestens so sehr Liebesgeschichte wie Krimi ist, aber Mischa Bach ist auch so sehr Schriftstellerin wie Malerin." Das und noch mehr sagt Bettina Papenfuß über Ratte & mich, und zu hören war das heute nachmittag auf WDR 2 bzw. ist es noch hier.
Samstag, 30.01.2010
Erzähl mir was
... oder soll ich was erzählen? Im September gibt's ein Wochenende lang Gelegenheit für beides im Literaturhotel Franzosenhohl. Ich geb Ihnen (oder auch Dir und Euch ;-)) einen Rahmen für Ihre/Deine/Eure (wahre oder erfundene) Geschichte und eine Krimilesung von mir gibt's ggf. gratis dazu. Vom 3. bis zum 5. September entsteht so hoffentlich ganz viel kreativer Raum im idyllisch gelegenen Hotel in Iserlohn ...
Donnerstag, 28.01.2010
Schneetreiben
In diesem Augenblick fallen, nein segeln sie gemächlich aus einem fast violetten Himmel: Dicke fette Schneeflocken, die sich selbst suchend zu Boden schaukeln oder doch so aussehen. Und selbst, wenn das mit etwas Pech bedeutet, vorm Schlafengehen nochmal den Schneebeesen bzw. die Schneeschaufel zu schwingen - mir gefällt's. Ist ein angenehmer Ausklang für einen in jeder Hinsicht intensiven Tag.
Sonntag, 24.01.2010
Euphorischer Schwindel
Kirche und Krimi, das passt nicht nur im sogenannten englischen Landhauskrimi der klassischen Art, das passt ganz besonders in Essen. Und, Wunder oh Wunder, als es am vergangenen Donnerstag an mir war, bei der 19. Krimicouchlesung auf dem roten Sofa neben Krimipfarrer Steffen Hunder Platz zu nehmen, war das zugleich der erste niesanfallfreie Tag. Besser war das. Vorab hatte ich eine Verabredung zu Aufnahmen für ein WDR-Feature und die Lesung selbst wurde für den Reviercast aufgenommen.
Samstag, 23.01.2010
Ich und sonst niemand
Ich geb's ja zu: Besonders hoch waren meine Erwartungen an die gestrige Premiere von Henrik Ibsens Peer Gynt am Schauspiel Essen wahrlich nicht. Der Stoff gehört zu den verworrensten Geschichten, die ich kenne; Edward Griegs Musik ist dagegen melancholischer Pathos pur - ich konnte noch nie so recht verstehen, was Ibsen mir mit seiner Bearbeitung norwegischer Feenmärchen eigentlich sagen wollte. All das hat jedoch Regisseur Roger Vontobel glücklicherweise nicht tangiert. Chapeau, das muss gleich zu Anfang gesagt werden.
Dienstag, 19.01.2010
Erfreulicher Presseschnipsel
Kurzkrimis sind nicht oft Gegenstand von Rezensionen, aber manchmal passiert's eben doch: "Es muss ja auch nicht immer nur Prominenz in einer Anthologie vertreten sein. Bisweilen gibt es gerade bei den nicht so bekannten Namen erstaunliche Ergebnisse wie in "Hängen im Schacht" z.B. der äußerst subtile Kurzkrimi "Asphaltgeflüster" von Mischa Bach, der sich durch ein beeindruckendes Thema und eine große atmosphärische Dichte auszeichnet. Mehr davon wären ein ausgezeichnetes Krimi-Aushängeschild für die Europäische Kulturhauptstadt 2010 gewesen." Das schreibt Marianne Possmann in ihrer EKZ-Kritik und zaubert damit ein Katzengrinsen in mein Schnupfengesicht. :-)
Montag, 18.01.2010
Wirrsinggedanken
Immer noch niese und schnupfe ich vor mich hin, immer noch hab ich das Gefühl, beim Denken ein Stück weit durch Wattebrei zu waten. Erkältungsbegleiterscheinungen ... von denen es nur eine gute gibt: Wer mehr Pausen machen muss, hat mehr Zeit zum lesen. Heute waren es die letzten Seiten von Hélène Grimauds Wolfssonate.
Samstag, 16.01.2010
Rabäh
Eigentlich lief's ganz gut, vor allem, was das Sichwiedereinarbeiten und auch Weiterkommen mit Roman No .4 anging. Okay, dass der Versuch, Rattes Gift zur "Delia" einzureichen offensichtlich nicht mehr korrigierbar schief lief, ist überaus ärgerlich, aber abgesehen von dieser verpassten Chance lief die Woche recht gut. Bis gestern. Seit dem läuft nur noch meine Nase. :-(


Sonntag, 10.01.2010
Jetzt aber ....
.... soll es losgehen mit Ruhr2010. Daisy zum Trotz war gestern bei Schnee, Eis und unter Salzstreuereinsatz zwischen den einzelnen Darbietungen die Eröffnung auf der Zeche Zollverein. Ich war nicht dabei. Nichts gegen das Kulturhauptstadtjahr und auch nichts gegen verrückte Ideen (wie soll man den Einfall, ein Eröffnungsfest Mitte Januar als Freiluftveranstaltung zu machen, sonst nennen?) - aber ich bin nun mal kein Mensch für Massenveranstaltungen ...

Mittwoch, 06.01.2010
Ohne Titel
Doch, das ist schon der richtige Titel, nämlich der eines alten, aber in dieser Form unveröffentlichten Prosatextes. Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie sich ein Absturz ins Innere, eine Turbodepression anfühlt, gibt's nur eins: Weiterlesen!
Dienstag, 05.01.2010
Zu müde für Worte
Nein, das ist keine
Winterlandschaft; ich hab's ja noch nicht mal geschafft, die weiße Pracht zu fotografieren - geschweige denn zu malen ...
Winterlandschaft; ich hab's ja noch nicht mal geschafft, die weiße Pracht zu fotografieren - geschweige denn zu malen ... Samstag, 02.01.2010
Prost Neujahr für Durchblicker
Na, alle gut reingekommen? Bei uns hat's sogar passend zum Feuerwerk geschneit. Wenn das mal kein gutes Omen ist ... ;-)... was mir aber grad auffällt: Wer Werbung anklickt, ist selber schuld. Auch hier in meinem Blogg - mit der zugeschalteten Werbung hab ich nur insofern zu tun, als das bei der kostenlosen Version von Blogg.de nun mal dazugehört. Mit Inhalten und Firmen hinter der Werbung hab ich nichts zu schaffen. Also ... bitte selber aufpassen.
Mittwoch, 30.12.2009
Druckerschwarzes Glück
... und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Zum einen scheint Bloggen manchmal wie ein Stoßgebet zu wirken, denn mein Ruf "schenkt (mir) mehr Bücher" wurde prompt erhört. Zum anderen habe ich heute früh Martin Suters Der letzte Weynfeldt beendet - und dieses Buch zu lesen, das könnte glatt als eine druckerschwarze Definition vom Glück durchgehen.
Freitag, 25.12.2009
Lesefest
Ich bin kein Weihnachtsmensch. Ich mag zwar Weihnachtsbäume, die Kinder lieben - bunt, strahlend, gut riechend, aber Weihnachtslieder und alles andere, sei's Kirche oder Konsum, Geselligkeit oder Besinnung, brauch ich nicht. Es sei denn, wir reden über Bücher unterm Weihnachtsbaum ... denn in den Lieblingsweihnachtserinnerungen meiner Kindheit schleich ich morgens zum Baum, um mich drunter zu legen und zu lesen.
Dienstag, 22.12.2009
Sammelsurium
Siebenundzwanzig Seiten Text, ein vielfaches davon an Notizen, und jede Menge Gedanken, die in meinem Hirn herumschwirren, vor sich hinsummen: Das ist derzeit der quantitative Stand der Dinge bei Roman No. 4. Was nicht viel erscheinen mag und wenig sagt, denn das wesentliche scheint mir etwas ganz anderes -
Freitag, 18.12.2009
Die Verborgenen II
Eigentlich wollte ich auf Britts Kommentar mit einem ebensolchen antworten, aber was mir dazu einfällt, würde den Rahmen sicher sprengen. Denn ich seh da so manches anders ... was damit beginnt, dass Matt Ruff zwar einen Roman über Multiple Persönlichkeiten geschrieben hat, selbst aber nicht multipel ist. Set this house in order ist gut recherchiert, keine Frage, hat aber dennoch diversem fast zwangsläufige Macken drin ... sozusagen für'nen Nichtmulti echt nah dran, aber eben doch noch daneben ...
Mittwoch, 16.12.2009
Die Verborgenen
Kinder des Geheimnisses hat Andrew Vachss die Überlebenden von Kindesmissbrauch genannt. Multiple Persönlichkeiten sind dabei in vielfacher Weise Überlebende im Verborgenen. Schade, dass die meisten Multiplen sich ihr Leben lang verstecken, sich selbst nach außen konsequenter verleugnen als schwule Jungbauern das im Niederbayern des 19. Jahrhunderts getan haben dürften. Ich hab nämlich noch immer den Traum, dass es eines Tages analog zum Stern-Titel "Ich habe abgetrieben" eine Kampagne, ein Buch oder auch einen Zeitschriftentitel "Wir sind viele" gibt ...
Montag, 14.12.2009
Auswanderer ...
Wenn Engel reisen, weint oder lacht der Himmel, je nach Sprichwort oder auch Wetterlage. Wenn aber zwei Engelsbilder auswandern - nämlich nach Österreich - ist das dann ein Grenzflug oder ein Ausflug oder was? Und was hat das mit der Kälte zu tun, die sich seit gestern bis ins Ruhrgebiet geschlichen hat?

Freitag, 11.12.2009
Was ist schon gut ...
Seit Anfang des Monats gibt's bei Amazon die dritte Rezension zu Rattes Gift und was mir besonders gut daran gefällt: Da entsteht fast so etwas wie eine kleine Debatte um die Natur des Endes der Geschichte. Und das passt wunderbar zu dem, was ich mit meinen Figuren vorhatte ... denn, mal ehrlich, wie soll man sich schon ein einfaches Happy End zwischen einer Drogenermittlerin und einem Junkie vorstellen?
Montag, 07.12.2009
Lesungen 2010
Mit den Tagen wird auch das alte Jahr immer kürzer - und lesungstechnisch ist es für mich bereits vorbei. Das hat seine Vorteile, so bleibt mehr Zeit zum Malen und Schreiben. Und hören und sehen können Sie mich dann eben wieder im nächsten Jahr - was gleich im Januar mit einer Lesung in Essen losgeht: Oder haben Sie am Donnerstag, den 21. Januar 2010 schon was besseres vor?
Sonntag, 06.12.2009
Verliebt in eine Ziege
Ein Mann, der alles hat, verliebt sich in eine Ziege, und verliert darauf hin alles. So kurz und knapp könnte man Edward Albees Die Ziege oder Wer ist Silvia? zusammenfassen. Doch das wäre zu einfach, zumal der Autor sich nicht zwischen Komödie oder Tragödie entscheiden mag. Regisseur Henner Kallmeyer entschied sich in Essen für ein beherztes Sowohlalsauch, und bekam für mein Empfinden bei der gestrigen Premiere im Grillo-Theater dafür nicht den verdienten Applaus.
Samstag, 05.12.2009
Ballett für Fortgeschrittene
Ich geb's ja zu: Klassisches Ballett, mit rosa Tutu, weißem Gepuschel im Haar, elegischen Schwänen und anderem, melodramatischem Getue liegt mir ganz und gar nicht. Als ich noch tanzte, war das Klassische schlicht die Pflicht, die Trainingsbasis, wenn man so will. Jetzt, wo ich nurmehr zuschaue, brauche ich das wahrlich nicht mehr. Gerade deshalb war's hochinteressant, gestern im Ringlokschuppen in Mülheim Doris Uhlichs Spitze anzuschauen.
Donnerstag, 03.12.2009
Lesen im Wald
Ich glaub, ich steh im Wald ...
Dienstag, 01.12.2009
Kopfsalat
Was hatte ich heute nicht alles vor, was wollten wir heute nicht alles unternehmen, wo wir doch beide frei hatten, bloß ein kleiner Arzttermin am Mittag ... aber, Pustekuchen. Auf dem Rückweg vom Arzt ein Hilferuf aus dem Heizungskeller - beim Wassernachfüllen war das Überdruckventil losgegangen und wollte sich nun partout nicht mehr selbst schließen. Dank Telefonauskunft und Durchstellung per Handy war der Klempner bereits informiert, bevor ich noch zuhause ankam und wenig später stand er auch schon da und erneuerte das kaputte Teil. Aber dann ...
Montag, 30.11.2009
Eins, zwei, drei
Eine wunderbare Erstbegegnung und zwei Mal die Feststellung, dass auch bei Romanen durchaus alle guten Dinge drei sein können, so abstrakt ließe sich meine (Reise)Lektüre zusammenfassen. Konkret geht's um das Debüt von Amy MacKinnon, Britt Reissmanns dritten (Solo)Roman und mein drittes Buch von Deborah Crombie, die in diesem Zusammenhang dann die Vielschreiberin schlechthin war. Schlecht war sicher nichts davon ...
Sonntag, 29.11.2009
Noch ein Abschied ...
... nämlich von ihr: 

Samstag, 28.11.2009
Im Zug
Züge kommen mir gelegentlich vor wie gigantische Würfelbecher, die zu nichts anderem dienen, als Begegnungen der unerwarteten Art hervorzubringen: Ein kunstinteressierter Herr Doktor auf dem Weg zu einer Veranstaltung der Deutschen Bank in Frankfurt, eine Germanistikprofessorin, die zwischen Düsseldorf und Freiburg pendelt und die mir noch einmal mehr Lust auf Uni machte; ein Unternehmer & Kunstsammler, der eine Geschäftsreise im Fernen oder Nahen Osten abgebrochen hatte und nach ein paar Tagen auf Mauritius nun zurück nach Hause nach Berlin wollte - das war allein die Strecke Essen - Gotha am Donnerstag.