Donnerstag, 03.05.2012
1:3
Nein, das ist nicht das Ergebnis des diesjährigen Spiels des FC Criminale (der verlor im Hochsauerlandkreis mit respektablen 2:4). Das ist vielmehr die Wertung meiner Reiselektüre: Andreas Altmann, Simone Buchholz, Jeffery Deaver und Reginald Hill begleiteten mich ins Vogtland und ins Hochsauerland, doch während ein Buch in der Pension und ein weiteres auf der Zugstrecke blieb, gab ich das dritte erleichtert seiner eigentlichen Besitzerin zurück und behielt gerade mal eines.
Sonntag, 22.04.2012
Ohne (große) Worte
Über die Göltzschtalbrücke, die größte Backsteinbrücke der Welt, gelangt man nach Reichenbach.
Montag, 16.04.2012
Ist es aus?
"Hoffentlich wird das nicht zu grausam", sagten die beiden alten Damen, die in der Premiere von Tamsin Oglesbys Richtig alt, so 45 am gestrigen Sonntagabend im Grillo-Theater neben mir saßen. Und als gut zwei Stunden später der Vorhang fiel, fragten die eine die andere, "Ist es aus?" Was beides auf eine Art gut passt zu dem britischen Stück, das in der nahen Zukunft spielt und die Problematik der alternden Gesellschaft auf die schwarzhumorig-böse Spitze treibt.
Donnerstag, 12.04.2012
Zu cool um gut zu sein
Wahrheit, Echtheit, Authentzität - gelegentlich mögen einem diese Begriffe höchst abgegriffen vorkommen. Was aber passiert, wenn man sie mit Spannung und Coolness mischt? Jonathan Kellerman und Peter Temple haben es versucht, aber so richtig überzeugend sind die Ergebnisse nicht.
Montag, 09.04.2012
Resteverwertung
Sonntag, 08.04.2012
Fröhliches Gebaumel
... denn es kommt nicht auf die Größe an ;-) Freitag, 06.04.2012
Gute Nacht ...
... vielleicht hab ich morgen wieder mehr Zeit zum Schreiben, so dass es wieder mal einen neuen Blogg-Artikel statt lauter Fototests gibt ...?Donnerstag, 05.04.2012
(Fast) Ohne Worte
Bin zu müde vom Schreiben um noch mehr zu Schreiben ... also sollte ich wohl einfach mal mit Freunden abhängen. ;-)

Mittwoch, 04.04.2012
Erfolg oder was?
Einen wirklich interessanten Beitrag zur derzeitigen Debatte übers Urheberrecht und den immer verfahreneren Streit darüber, wer soll was bezahlen, wer was wie kontrollieren und überhaupt hat Sascha Lobo bei Spiegel Online geschrieben. Seine Grundthese lautet: Alles schief und krumm und verlogen, denn es geht gar nicht um Kunst, Künstler und Kultur. Sondern bloß um Stars und um einen völlig schrägen KulturVerwertungsbegriff, bei dem die Kunst allein über den Kommerz - Entschuldigung: ihren Erfolg definiert wird.
Dienstag, 03.04.2012
Nicht alles neu ...
Montag, 02.04.2012
Frühling ...
Okay, es ist nicht mehr ganz so schön wie in der letzten Woche und Montag obendrein, aber immerhin gab's am Sonntag doch schon das eine oder andere Frühlingsbild einzufangen.

Donnerstag, 29.03.2012
Posen im Nebel
Die Premiere von Black Rider im Grillo-Theater im letzten Dezember hab ich verpasst, aber hab ich da wirklich was verpasst? Eine befreundete Premierenbesucherin meinte, das Ganze habe die Wirkung "einer Wurst, die man in den Hausflur wirft". Stimmt, sage ich nun, nachdem ich mir letzten Sonntag dieses weitere musikalische Werk am Essener Schauspiel zu Gemüte führte. Entweder "Wurst im Hausflur" oder "Posen im Nebel".
Dienstag, 20.03.2012
Historiengemälde
Mit den meisten historischen Romanen kann ich wenig bis nichts anfangen, handelt es sich doch heutzutage dabei um wahlweise schlicht rückversetzte Melodramen, Liebes- oder Abenteuerromane oder um eher fantasielose Fantasygeschichten. An sich kann ich auf so ziemlich jedes Werk dieses Genres verzichten, es sei denn, es stammt von Rebecca Gablé (dann habe ich bloß blöderweise die nächsten Wochen keine Zeit für gar nichts anderes mehr ;-)). John Vermeulens Die Elster auf dem Galgen habe ich dennoch erstaunlich gern gelesen.
Montag, 19.03.2012
Alles für alle
Sonntag, 18.03.2012
Unter die Haut?
Ästhetisch durchkomponiert bis ins letzte Detail, dramaturgisch streckenweise jedoch nur durchschnittlich bis banal: So sieht für mich Pedro Almodóvars Die Haut, in der ich wohne aus. Das ist weit über dem, was die meisten Filme hergeben, doch vom Altmeister des Abseitigen im Arthouse Europas hätte ich mehr erwartet.
Dienstag, 13.03.2012
Klappe zu!
Pfingsten. Zwei Männer begegnen einander auf der Terrasse eines Hotels und kommen ins Gespräch. Drei Tage lang essen, trinken, reden sie, philosophieren sie, tauschen gegensätzliche Ansichten zum Leben, Lieben und dem Rest der Welt aus. Sie lernen einander kennen. Sollte man meinen. Aber in Markus Werners Am Hang liegen die Dinge ein bisschen anders ...
Donnerstag, 08.03.2012
Nachtlichter
Eigentlich würd ich mich jetzt am liebsten mit anderen über Young Adult, den neuen Film von Jason Reitman mit Charlize Theron in der Hauptrolle, unterhalten. Darin geht es ja auch um ein Baby und, zumindest in symbolischer Hinsicht, um Kinderkleider, denen man entwächst. In der Gruga haben sie beim Parkleuchten eine besonders ungewöhnliche Idee dazu:
Kleider zu Nachtlichter!Montag, 05.03.2012
Einfach mal JA sagen
Zu spät am Tag, das Hirn zu sehr von Migränenachwehen und ziemlich akuter Erkältung vernebelt, um längere Blogg-Einträge zu verfassen. Aber ich muss ja gar nicht alles selber machen, ich hab ja auch rührige Kolleginnen und Kollegen beim SYNDIKAT:

Donnerstag, 01.03.2012
Finales
Bevor ich's über Parkleuchten und Urheberrechtsfragen ganz vergesse, rasch ein paar Sätze zu David Baddiels Whatever Love Means, dessen Lektüre ich durchaus genossen habe, dessen Ende mich jedoch leicht ratlos zurücklässt.
Mittwoch, 29.02.2012
Nachts in der Gruga

Dienstag, 28.02.2012
Arme Urheber
Ich schreib nicht gerne über Politik und auch nicht über Protestkultur. Mich nervt das Schwarz-Weiß ebenso wie die Reflexe und Rituale, die meist dahinter stecken. Denn, mal ehrlich, was wissen die meisten Menschen schon übers Urheberrecht? Und wer hat ACTA wirklich gelesen?
Donnerstag, 23.02.2012
Verbrecherjagd mit Spaniel
Bei Hitze Mord - klingt nach einem Sommerbuch, ist es auch, was aber dem Vergnügen, es im Winter zu lesen keinen Abbruch tut. Arnd Federspiel hat's geschrieben, bei Droste ist es erschienen, und obwohl ich sonst kein großer Freund des reinen unterhaltenden Krimis bin, den hier mochte und mag ich.
Samstag, 18.02.2012
DisTanz
Drei Chroreographen, drei verschiedene Musik- und Stilwelten, ein ungemein sehenswerter Tanzabend im Essener Aalto-Theater: "Zeitblicke" mit "Petite Morte", "End-Los" und "Rooster" von Patrick Delcroix, Jiří Kylián, Christopher Bruce.
Montag, 13.02.2012
Spannendes (nicht nur) zum Hören
Sonntag, 12.02.2012
Sprachgewaltig und bildmächtig
Eigentlich bin ich kein Freund von Prosa-auf-die-Bühne-Adaptionen. Und bei Kleist, dessen Prosa etwas geradezu manisches hat und eine so eigene Kraft, die in vielem den Stream of Consciousness der Literatur des 20. Jahrhunderts vorwegzunehmen scheint, also bei Kleists Prosa erschien mir das bislang auch kaum machbar. Gestern hab ich mir dann endlich Michael Kohlhaas inszeniert von Christoph Roos für die Casa des Grillo-Theaters in Essen angeschaut und kann nur sagen: So kann man sich täuschen. Diese Dramatisierung kann sich nämlich wirklich sehen lassen.
Samstag, 11.02.2012
Vorm Vorlesenlassen
Ich bin mir sicher, irgendwo im Blogg hatte ich schon über meine Lesungsagentin Eva Pfitzner und ihren Leserattenservice geschrieben. Aber da es weder lesungsinteressierten Menschen noch mir selbst gelingen will, diese Info wiederzufinden, gibt es sie hier erneut: zwei Wege, wie man mich zum Vorlesen bewegen kann!
Dienstag, 07.02.2012
Dunkle Geheimnisse
Dass die Nominierungen für die Krimipreise des Syndikats raus sind, ist nicht nur für die Nominierten Anlass zum Feiern. Es bedeutet für mich als nunmehr Ex-Jurorin auch, dass ich endlich wieder lesen kann, was ich lesen will, und das auch noch dann, wenn ich es will ... Und die ersten beiden "freien Bücher" waren meine Reisebegleiter zur Jurysitzung: J.L. Carrells Die Shakespeare Morde und Paul Austers Mann im Dunkel.
Montag, 06.02.2012
Glückwunsch, Kollegen!
Viel gelesen, heiß diskutiert, und nun stehen sie fest, die Nominierten für den Hans-Jörg-Martin-Preis und die Friedrich-Glauser-Preise 2012:
Die Nominierten für den Hansjörg-Martin-Preis 2012 (Kinder- und Jugendkrimi)
Brigitte Glaser – Fremde Fracht. Ein Fall für Anja Kraft (Sauerländer)
Agnes Hammer – Nacht komm! (script5)
Kirsten Reinhardt – Fennymores Reise (Carlsen)
Ulrike Rylance – Villa des Schweigens (dtv)
Maja von Vogel – Nachtsplitter (dtv)
Sonntag, 05.02.2012
Poesie im Raum
Zeichensturm - so heißt Michikaze Matsunes Performance in Gebärdensprache, die gestern abend zum zweiten (und leider wenigstens vorerst letzten) Mal bei PACT auf Zeche Zollverein zu sehen war. Schade für Sie, wenn Sie's verpasst haben - und das gilt ganz unabhängig von der Frage, wieviel Gebärdensprache man verstehen mag ...
Samstag, 04.02.2012
Ödnis mit Axt
Graf Öderland. Eine Moritat in 12 Bildern hat Max Frisch sein vielfach überarbeitetes, wenig gespieltes Stück in der Fassung von 1961 genannt. 12 Bilder - das klingt nach einem Reigen, einem Kalender, eben einem Ganzen. Was Konstanze Lauterbach in Essen daraus gemacht hat, ist bestenfalls Stückwerk.